Bewerber wollen Gehaltsangaben in Stellenangeboten

Gefühlt wird es mit jedem Monat schwieriger an gute Talente zu kommen, doch woran liegt das? Das InnovationLab von hocaboo.com hat nach einer einjährigen Studie herausgefunden was den Bewerbern wirklich wichtig ist: Stellenangebote mit Gehaltsangaben.

Bewerber in Deutschland wünschen sich Gehaltsangaben in Stellenangeboten – ein wichtiger Faktor für Arbeitgeber, gerade in Zeiten des War for Talents sowie des Fachkräftemangels. So bewerben sich insgesamt 68 Prozent der Befragten bei einer Auswahlmöglichkeit auf die Stelle mit Informationen zur Vergütung, falls zwei identische Stellenanzeigen – einmal mit sowie einmal ohne Angabe zum Gehalt – zur Auswahl stünden.

Den größten Vorteil der Gehaltstransparenz sehen Bewerber in der verbesserten Position bei Gehaltsverhandlungen (44%). So wäre ein Anhaltspunkt für die Gespräche bereits vorab vorhanden. Doch auch die Zeitersparnis durch eine bessere Vorselektion der finanziell relevanten Angebote (34%) spielt für viele Bewerber bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Ebenso die Einschätzung der Verantwortung im Unternehmen (22%).

Bei den Informationen zur Vergütung präferieren 64 Prozent der Befragten die Angabe eines Mindestgehalts.

Dadurch wäre vorab klar zu erkennen sein, ob sich der oftmals stundenlange Bewerbungsaufwand lohnt. Für eine grobe Gehaltsspanne, als Indikator der Vergütung, stimmten dagegen 36 Prozent der Befragten.

Das Beobachten von Trends im Hospitality Recruiting-Markt gehört zu einer unserer wichtigsten Aufgaben in unserem InnovationLab. Darum haben wir uns auch entschieden, Gehaltsangaben ab dem 1. November 2019 zur Pflichtangabe bei Veröffentlichung einer neuen Stellenanzeige auf hocaboo.com zu machen.

Generell ist das Thema Gehalt immer wieder stark diskutiert, aber zeigt sich auch, dass über 54% der Bewerbungsvorgänge von vorn herein zum Scheitern verurteilt waren, da Gehaltsvorstellung und Angebot nicht übereinstimmten – was bisher leider zumeist immer erst am Ende eines Vorstellungsgespräches herausgefunden werden konnte, da das Gehalt bislang in fast allen Fällen ein ‚Tabu-Thema‘ war, über das man als Unternehmen nur ungern spricht.

Oft hört man dann immer wieder, dass Hotellerie und das Gastgewerbe ja doch aber so viel andere Sachen zu bieten haben als nur Gehalt, und dass den Bewerbern das Gehalt gar nicht so wichtig ist – was vor 5 Jahren vielleicht auch tatsächlich noch der Wahrheit entsprach. Die Realität heute sieht allerdings anders aus. Neurologische Untersuchungen von Stellenanzeigen mit Hilfe von Biosensoren beweisen eindeutig, dass Gehaltsangaben in Stellenanzeigen bis zu neunmal mehr Aufmerksamkeit bekommen als alle anderen Benefits – selbst wenn man diese optisch deutlich hervorhebt.