Die Lücke zwischen Arbeitssuchenden und Personalvermittlern

Trotz der Anzahl der Arbeitssuchenden, haben Unternehmen heutzutage Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten zu finden. Von manchen Experten wird dafür die Arbeitnehmerseite beschuldigt. Jedoch, zeigen neuere Forschungen auf, dass der Unterschied zwischen dem Denken und Verhalten von Arbeitgebern und Arbeitssuchenden hauptsächlich zu dem Problem beiträgt. Es besteht eine grundlegende Lücke zwischen der Art und Weise, wie Personalvermittler nach neuen Mitarbeitern suchen und wie Arbeitssuchende nach Arbeitsplätzen suchen. Diese Lücke führt dazu, dass Chancen auf beiden Seiten verpasst werden.

Hier sind fünf Bereiche, in denen die Kluft zwischen Personalvermittlern und Arbeitssuchenden am deutlichsten ist:
1. Ort der Stellenausschreibung
Häufig werden offene Stellen bei einem Unternehmen auf Jobbörsen veröffentlicht. Dabei schauen heutzutage die meisten Arbeitssuchende nicht nur auf Jobbörsen, sondern vor allem auch auf die Karriere Seiten der Unternehmen und deren Social-Media-Kanälen. Besonders neuere, intelligente Technologien, wie z.B. die von emplifyer angebotenen Werbeanzeigen für Stellenanzeigen, führen häufig dazu, dass Jobsuchende auf eine Stellenanzeige stoßen. Indem Unternehmen ihre offenen Stellen nur auf Jobbörsen stellen, grenzen sie sich von einer hohen Zahl an Bewerbern ab, die sich auf verschiedenen Plattformen bewegen und nach Jobs Ausschau halten.
2. Berufsbezeichnungen und Positionsbeschreibung
Eine Berufsbezeichnung auszusuchen klingt erst mal nicht nach einer schwierigen Aufgabe. Trotzdem, kann die falsche Wortwahl einen Einfluss darauf haben, wie viele Arbeitssuchende sich für die Stelle bewerben. Häufig ist die ausgewählte Bezeichnung zu vage oder zu sehr an internen Ausdrücken des Unternehmens gebunden, sodass Arbeitssuchende nicht verstehen, was genau die Aufgaben der Position sind. Daher müssen sich Personaler gut überlegen, welche Begriffe ein passender Bewerber am ehesten als Suchbegriff eingeben würde. Die Berufsbezeichnung sollte die Position beschreiben aber dabei prägnant formuliert sein.
3. Der Bewerbungsprozess
So hilfreich wie die Technologie auch ist, verursacht sie eine gewisse Ungeduld bei vielen Arbeitssuchenden. Wenn nämlich ein Arbeitssuchender sich auf eine Stelle bewerben will, gibt es oft die Erwartungshaltung, dass der Bewerbungsprozess schnell und einfach durchzuführen ist. Je mehr Schritte der Bewerber erfüllen muss und Hürden auf ihn zu kommen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Bewerber den Prozess bis zum Schluss vervollständigt.
4. Markenverbundenheit
Bei der Jobsuche wird nicht nur auf die passende Position geachtet, sondern auch das passende Arbeitsumfeld. Dazu gehört nicht nur der Arbeitsplatz, sondern auch die Unternehmenskultur und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Mitarbeitern. Dementsprechend ist es wichtig, dass Unternehmen sich mit Employer Branding befassen, um Arbeitssuchenden zeigen zu können, welche Vorteile und Benefits es für Mitarbeiter des Unternehmens gibt.
5. Engagement
Heutige Arbeitssuchende erwarten ein kontinuierliches Engagement während des gesamten Bewerbungsprozesses. Sie wollen nicht nur eine automatische E-Mail nach ihrer Bewerbung erhalten, sondern kontinuierlich von dem Unternehmen Information zu ihrem Bewerbungsstatus erfahren. Dies ist natürlich aus zeitlichen und teilweise auch technischen Gründen nicht für alle Personaler möglich. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass durchgehendes Engagement einen starken, positiven Einfluss auf die Wahrnehmung des Unternehmens sein kann.
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